Im Mai veröffentlichte die Gemeinsame Forschungsstelle (JRC) einen Bericht zu TRIMIS , der die neueste Bewertung der Innovationskapazität im EU-Verkehrssektor enthält . TRIMIS erstellt regelmäßig Bewertungen der Innovationskapazität im Verkehrssektor anhand von Indikatorenanalysen auf EU-Ebene.
Der Bericht analysiert Forschungs- und Entwicklungsindikatoren (F&I) und präsentiert einen aktualisierten Überblick über die gesamte Transportinnovationskapazität, einschließlich privater und öffentlicher Investitionen in F&I, der Zahl der Verkehrsforscher und des F&I-Personals, Patenten und Kapazitätsengpässen. Es bietet einen allgemeinen Überblick über das Innovationsengagement im Verkehrssektor und unterstützt die Reflexion über die Trends des Hauptsektors sowie mögliche Forschungs- und politische Maßnahmen zur Unterstützung seiner Verbesserung.
Im Mai 2017 verabschiedete die Europäische Kommission die Strategische Verkehrsforschungs- und Innovationsagenda (STRIA) als Teil des Pakets „Europa in Bewegung“, in der wichtige Forschungs- und Innovationsbereiche und Prioritäten im Verkehrsbereich für saubere, vernetzte und wettbewerbsfähige Mobilität hervorgehoben werden. Die Rolle von Forschung und Innovation ist von zentraler Bedeutung für die Verwirklichung eines nachhaltigeren Verkehrssystems im Rahmen des europäischen Grünen Deals, der darauf abzielt, die Emissionen bis 90 um 2050 % zu reduzieren.
Zu den wichtigsten Schlussfolgerungen der Analyse gehören:
- Der Privatsektor behält seine Schlüsselrolle bei den F&I-Aktivitäten im Verkehrssektor, die sich im Jahr 2019 auf 38 Milliarden Euro beliefen. Die gesamten öffentlichen Investitionen in der EU waren mit 2.4 Milliarden Euro im Jahr 2020 deutlich niedriger, was einem Rückgang von 25 % gegenüber 2010 entspricht.
- Im Jahr 2019 arbeiteten 250,000 Forscher und F&I-Personal im Verkehrssektor, was 1.8 % der Gesamtbeschäftigten entspricht, wobei 87.4 % Männer verärgert sind.
- Die Gesamtzahl der EU-Patente, die zwischen 2010 und 2020 für den Verkehrssektor erteilt wurden, betrug rund 71,400.
- Die Art der von Transportunternehmen eingeführten Innovationen war hauptsächlich mit Prozess- und Produktinnovationen verbunden. Als Haupthindernis für die Steigerung von Forschung und Innovation wurde die unzureichende finanzielle Unterstützung auf lokaler, nationaler und EU-Ebene genannt.
- Ein Mangel an Marktkooperation zwischen Verkehrsakteuren und qualifiziertem Fachpersonal sowie unsichere Markttrends gelten ebenfalls als große Hindernisse.
Die Schlussfolgerungen des Berichts deuten auf einen allgemeinen negativen Trend bei der Innovationsfähigkeit des Verkehrssektors in der EU im Vergleich zu den Vorjahren hin.
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