Das SAFE-UP- Projekt entwickelt und analysiert proaktiv sicherheitskritische Szenarien in einem hochautomatisierten und gemischten Verkehrsumfeld. Dazu integriert es Verkehrsunfalldaten und zukünftige Verkehrsbedingungen mit neuen Sicherheitskennzahlen und submikroskopischen Modellen in einer Verkehrssimulationsplattform. Im Vorfeld der Veröffentlichung des Euro NCAP-Fahrplans 2030 erläuterte Adriano Palao Bernal, Technischer Leiter für ADAS (Fahrerassistenzsysteme) und automatisiertes Fahren bei Euro NCAP, die Vision des Programms für die zukünftige Fahrzeugsicherheit in Europa und wie die Innovationen des SAFE-UP-Projekts ihre Arbeit unterstützen.
In welcher Beziehung stehen die Ergebnisse von SAFE-UP zur Euro NCAP-Roadmap 2030?
Die Ergebnisse des Projekts von SAFE-UP sind vielversprechend. Um das Ziel der Umstellung auf eine szenariobasierte Bewertung zu erreichen und die Robustheit von Fahrerassistenzsystemen in realen Situationen anzugehen, ist es für Euro NCAP unerlässlich, sich auf solide Fakten und Daten zu verlassen und sicherzustellen, dass wir folgende Aspekte verstehen:
- Unfallanalyse: Berücksichtigen relevanter Szenarien basierend auf dem Ausmaß (Anzahl der Getöteten oder Schwerverletzten) und Auswahl der geeigneten Parameter nach dem Verständnis der häufigsten Unfallarten (z. B. Delta-Geschwindigkeit, Überlappung/Aufprallpunkt, Okklusionen).
- Testbarkeit: Auswirkungen der Einführung zusätzlicher Variablen in ein Szenario und die Machbarkeit der Harmonisierung des Verfahrens zwischen den Labors.
- Auszeichnung echter Leistung: faktenbasiertes Verständnis darüber, welche Variationen eine Herausforderung für die ADAS-Wahrnehmung in der realen Welt darstellen – schließlich wird die Lücke zwischen dem echten positiven Verhältnis in aktuellen Streckenszenarien (das im Durchschnitt hoch ist) und realen Szenarien (niedrig auf Durchschnitt). Dies wird dazu beitragen, die wirklich robusten Systeme von den weniger robusten zu unterscheiden.
- Bewertung: Auf dem Weg zu einem exponentiell anwachsenden Szenarioraster ist es notwendig, nach alternativen Überprüfungsmethoden wie Stichproben und virtueller Validierung zu suchen. Für letzteres müssen wir verstehen, inwieweit wir den Ergebnissen vertrauen können.
Das vollständige Interview finden Sie hier auf der SAFE-UP-Website.